Mittsommar im Lunndörrsfjäll
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Informationen zur Tour |
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Ausgangspunkt: Parkplatz in der Samisiedlung Tossåsen - 13 km nördlich vom Ljungavägen
(Åsarna - Ljungdalen)
Tour: Wanderung im Lunndörrsfjällen, welches die wohl schönsten
eiszeitlich geformten U-Täler zu bieten hat. Die Tour führt durch das Tal des Lunndörren
(schwed. dörren = die Tür) und weglos zurück
durch das Storådörren, ca. 62 km, 3 Tage, Übernachtung im Zelt
Karte: Fjällkartan im Maßstab 1:100 000, Z7 Åre - Vålådalen - Bydalen
Gröna Kartan - Fjällversion im Maßstab 1:50 000, 182D Lunndörrsfjällen
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1.Tag (Tossåsen - Lunndörrsån (Hängebrücke), 24 km) |
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Weit ab vom schwedischen Mittsommernachtstrubel starteten wir am Mittsommernachtsabend unsere
Wandertour in der Samensiedlung Tossåsen, dessen gleichnamiger See uns glitzernd in der Sonne
begrüßte. Von dem kleinen Parkplatz einige hundert Meter westlich von Tossåsen folgt man
einem schmalen Fahrweg, der sich alsbald scharf rechts in einem Trampelpfad verliert. Die letzten
Nadelbäume hatten wir schnell hinter uns gelassen, so dass wir schon bald den Wasserlauf des
Rövran zwischen den frisch sprießenden Birken rauschen hörten. Schon während
der Autofahrt nach Tossåsen waren wir von den vielen Stromschnellen und kleinen Wasserfällen
beeindruckt, die den Rövran hinab auf seinem Weg vom Fjäll in den Ljugan begleiten.
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So nutzten wir das klare und eisige Wasser, um unsere Trinkwasservorräte für den
bevorstehenden Anstieg ins Lunndörrsfjällen aufzufüllen. Nach der kurzen Pause
und einem leichten Anstieg standen wir am nächsten Fluss, dem Västerån, doch
diesmal ohne Brücke. Die Reste der Brücke lagen noch am Ufer, so dass wir vermuteten,
dass diese ein Opfer der frühjährlichen Schmelzwasser geworden ist. Also hieß es:
Wanderstiefel ausziehen, fest um die Schultern schnüren und sich mit den
Teleskopwanderstöcken vorsichtig durch die eisige Strömung zu tasten.
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Als wir wieder wanderfertig waren, schlängelte sich der Pfad weiter bergan. Von weitem
sahen wir immer wieder vereinzelte Rentiere oder manchmal auch kleine Herden, die uns in
gebührendem Abstand argwöhnisch beobachteten.
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Am Eingang zum Lunndörren gönnten wir uns unsere erste Pause mit einem
wunderschönen Ausblick ins Tal auf endlose Sumpfgebiete und Fichtenwälder.
Frisch gestärkt setzten wir unseren Aufstieg entlang des Lunndörrsån ins
Fjäll fort.
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Schon bald öffnete sich das ausladende Lunndörren vor uns und wir
erspähten die kleine Nothütte am Lunndörrspasset. Als wir diesen auf einer
Höhe von knapp 900m überquerten, ging es durch das breite, von Steilwänden
gesäumte Tal des Lunndörren gemächlich bergab.
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Kaum hatten wir das Lunndörren hinter uns gelassen, standen wir vor der nächsten
Hürde: die Brücke am nördlichen Lunndörrsån war ebenfalls
weggespült worden. Über kleine Inseln im Fluss mussten hier drei Wasserläufe
durchquert werden. Wir einigten uns vor dem Durchqueren schon darauf, dass für den Spott
bestens gesorgt wäre, wenn einer unfreiwillig baden gehen würde. Doch auch diesmal
kamen wir (zwar nicht trockenen Fußes), aber trocken oberhalb der Knie am anderen
Ufer an.
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Da wir auf unserer weiteren Tour den Lunndörrsån nochmals überqueren sollten,
diskutierten wir hier, ob es sich lohnen würde entlang des Flusses abzukürzen, doch
die dichtstehenden Fichten hielten uns ab, was sich im nachhinein als Fehler herausstellte.
Denn entlang des Flusses spart man sich nicht nur ca. drei Kilometer Wanderung, sondern auch
noch den kräftezehrenden Aufstieg zur Lunndörrsstugan. Als Tipp für Nachahmer:
entlang des westlichen Ufers des Lunndörrsån ist die Bewaldung relativ gering, so
dass ein Vorwärtskommen nicht schwierig ist.
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Nach unserem 'kleinen' Umweg über die Lunndörrsstugan schlugen wir unser Zelt auf
der östlichen Seite des Lunndörrsån in der Nähe der eindrucksvollen
Hängebrücke auf.
Nach einem echt schwedischen Sonnenuntergang gegen halb zwölf,
weckte uns die Sonne bereits früh am nächsten Morgen, indem sie das Zelt in eine
Sauna verwandelte. So dösten wir mit unseren Isomatten noch ein bisschen am Flussufer
und ließen uns von der Sonne braten.
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2. Tag (Lunndörrsån (Hängebrücke) - Storådörren, 22 km) |
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Anschließend an ein deftiges Frühstück und einer Runde Eisbaden, machten wir
uns gegen Mittag wieder auf den Weg. Unterwegs galt es, Fluss Nummer drei zu durchwaten, den
Tväran, doch wurde dies ja langsam zur Routine: Stiefel aus, Socken aus, durch das
frostige Wasser und ans andere Ufer, Rucksack ab, Füße trocknen, Socken und
Stiefel wieder an.
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Bis zum Vålån zieht sich der Wanderpfad immer bergauf und bergab, was sich auf Dauer
in den Knien bemerkbar macht. So suchten wir uns ein schönes Plätzchen für eine
Pause am Kiesstrand des Vålån und stärkten uns mit knackig harten, im Fluss
gekühlten, Daim.
Ab hier hieß es endgültig Abschied nehmen von der 'Zivilisation' und den
ausgetretenen Wanderwegen. Unser weiterer Weg sollte östlich entlang des Flusses
stetig bergauf wieder zurück ins Lunndörrsfjällen führen. Doch kamen
wir besser voran, als wir uns gedacht hatten, denn schon bald hatten wir einige Rentierpfade
entdeckt, die uns durch die Birkenwäldchen und über die Flusswiesen führten.
Dort konnten wir nachmittags der Versuchung nicht mehr wiederstehen, uns nochmals in die Wiese
zu legen und uns zu sonnen.
Nachdem wir somit wieder Kräfte getankt hatten, stiegen wir weiter ins Fjäll hinauf.
Alsbald passierten wir auf der gegenüberliegenden Flussseite das Tronndalen und fingen nun
langsam an, eine geeignete Stelle über den reißenden und breiten Lillån zu
suchen. Nach einer ganzen Weile der Suche flussaufwärts entschieden wir uns für eine
Stelle, die aussah, als sei sie zu bewältigen. Während der Überquerung retteten
wir uns immer wieder auf die wenigen Steine, die aus dem Fluss hinausragten, um uns bei der
breiten Furt keine Erfrierungen zu holen.
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Doch auch diese Situation meisterten wir glanzvoll, so dass wir nun querfeldein direkt auf das
Storådörren zuhielten. Im oberen Bereich des Storådörren bereiteten uns
einige unsichere Schneefelder über Flüsse und Bäche Schwierigkeiten, so dass wir
manchmal nicht kleine Umwege in Kauf nehmen mussten. Südlich des Passes mussten wir noch
eine ganze Weile suchten, bis wir unseren Zeltplatz gefunden hatten. Denn entweder stieß
man auf wunderbare Zeltplätze, bei denen aber von Wasser weit und breit keine Spur war
oder man überquerte die zahllosen kleinen Bächlein, in deren Nähe jedoch alles
sumpfig und feucht war.
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Kaum hatten wir unser Zelt aufgestellt, nutzen wir noch die letzten zehn Minuten Sonne an
diesem Tag, bevor diese vom Synder-Storåfjället verschluckt wurde. Einige Bedenken
kamen Simon mit diesem Zeltplatz, als kurze Zeit später eine kleine Steinlawine an der
Steilwand hinter uns abging. Jedoch waren wir zu geschafft, uns nochmals nach einem
'sichereren' Zeltplatz umzuschauen. So fielen wir vor Anstrengung und Kälte erledigt
schon ziemlich früh in unsere Schlafsäcke.
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3.Tag (Storådörren - Tossåsen, 16 km) |
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Am nächsten Morgen weckte uns leider nicht die Sonne, wie am vorherigen, sondern wieder eine
Steinlawine hinter uns in der Steilwand. Bei dem diffusen Licht in unserem Zelt klang es
gespenstig, als die Steine immer wieder auf Felsen auftrafen und die Schläge der Steine
durchs ganze Tal widerhallten. So waren wir alsbald schnell wach. Da sich die Sonne noch hinter
unserer Steilwand versteckt hielt, beschlossen wir, ohne Frühstück loszuwandern und
dieses erst später im Sonnenschein einzunehmen.
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Bald wanderten wir wieder im Sonnenschein und fanden an einem kleinen Fluss, der auch
durchwatet werden wollte, ein schönes Plätzchen, welches von in der Sonne
gleißenden Altschnee umgeben war, zum frühstücken.
Frisch gestärkt wanderten wir auf der östlichen Seite des sich immer weiter
verlaufenden Storådörrens weiter. Bis zum Rensnävskalet zog sich das ewige
bergauf und bergab noch länger hin, als wir vermutet hätten. Dort nahmen wir den
letzten Aufstieg unserer Wanderung und hielten uns nach vorheriger Absprache oberhalb des
Örtjärnbäcken und oberhalb der großen Schneefelder, die steil ins Tal
hinabragten. Auf dem höchsten Punkt oberhalb der Schlucht peilten wir ungefähr den
Weg an, mit dem wir wieder auf den offiziellen Wanderweg südlich des Lunndörren treffen
wollten.
Zwischenzeitlich überraschte uns ein plötzlich aufziehender und genauso schnell
verschwindender, schauerartiger Sturm. Und so standen wir etwas durchweicht, zwei
Flussdurchwatungen und mit von unzähligen Sümpfen durchnässten Wanderstiefeln
später, wieder auf unserer 'Autobahn' - dem Wanderweg nach Tossåsen. So kam uns der
Pfad zumindest vor, denn nach dem Gestolper der letzten Stunden und Durchwaten von Flüssen
und Sümpfen war es wieder schön, einen ausgetretenen Pfad zu haben. Jetzt waren wir
nur noch fünf Kilometer und eine Flussdurchwatung von Tossåsen entfernt, dessen
See wir schon am Vormittag vom Rensnävskalet aus in der Sonne glitzern sahen.
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© www.fjell.de - Christoph Schenk, Letzte Aktualisierung: 21.02.2002
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